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Häufig gestellte Fragen
1. Ab wann kann man mit dem Babyschwimmen beginnen? In der Literatur wird ein Beginn im dritten Lebensmonat empfohlen. Das Kind sollte über einige entwicklungsbedingte Voraussetzungen verfügen. So ist es hilfreich, wenn das Baby sich nicht mehr so schnell von Geräuschen erschrecken läßt. Kann das Baby seinen Kopf in der Bauchlage schon besser halten, ist es für die Eltern einfacher, das Kind sicher im Wasser zu halten. Handelt es sich um ein Zweit- oder Drittgeborenes Kind oder haben Sie mit dem Baby schon viel unternommen, dann hat das Baby wahrscheinlich weniger Probleme mit der Reizaufnahme. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch die "Tagesform" (z.B. satt/hungrig, ausgeschlafen/müde , zahnend, fremdelnd usw.) der Babys beim Schwimmtermin. Es gibt immer wieder sowohl 6 Wochen alte Babys, die mit Vergnügen 30 Min. Schwimmzeit durchhalten, als auch 6 Monate alte Babys, die sich nach 15 Minuten nicht mehr wohl fühlen. Wichtig ist, daß Sie den Zeitpunkt des Wechsels zwischen Spaß und Unbehagen erkennen und das Wasser rechtzeitig verlassen. Bei zu früh geborenen Babys müssen Sie diese Wochen dazurechnen. Normalerweise ist das Babyschwimmen gerade bei Früchen besonders empfehlenswert.
2. Welches sind die Ziele des "Babyschwimmens"? Das Babyschwimmen verfolgt mehrere Ziele.
Durch die fehlende Schwerkraft im Wasser kann das Baby seine Extremitäten wesentlich leichter bewegen und schult so seine gesamte Motorik und Körperkontrolle. Die physikalischen Eigenschaften des Wassers sorgen für eine Stimulation von verschiedenen Rezeptoren. Der physikalische Druck des Wassers fördert die Atemfunktion. Der Massageeffekt des Wassers führt zu einer Stimulation der taktilen Wahrnehmung (Babys nehmen besonders viele Reize über den Tastsinn ihrer Haut auf). Der abwechselnde Reiz der Wassertemperatur fördert die Abwehrkräfte eines Babys. Auf den Händen der Eltern oder durch den Einsatz von Schwimmhilfen balanciert das Baby sein Gleichgewicht. Der intensive Kontakt der Eltern und des Babys im Wasser fördert die emotionale Bindung miteinander. Das Baby wird spielerisch mit dem Element Wasser vertraut und läßt keine Wassserängste entstehen. Babys haben keine angeborene Angst vor dem Wasser - falls Sie Angst haben, sind die Ängste ihrer Eltern bereits auf sie übertragen!
2a. Können Babys schwimmen lernen? Nein, aber die Bezeichnung "Babyschwimmen" hat sich neben dem Begriff "Säuglingsschwimmen" etabliert. Babys führen in den ersten Lebenswochen mit ihren Beinen automatisch Schwimmbewegungen aus, wenn man sie sanft in Bauchlage auf das Wasser legt. Diese reflexartigen Schwimmbewegungen erfolgen in der Luft wesentlich unregelmäßiger und nicht so rythmisch. Etwa mit 4 -5 Monaten verschwinden diese reflektorischen Bewegungen und die Babys versuchen mehr oder weniger bewußt kontrollierte Strampelbewegungen.
3. Kann ich an einer Probestunde teilnehmen? Ja, aber eine einzige Stunde sagt noch gar nichts aus, ob ihr Kind generell am Babyschwimmen Spass hätte. Sie können grundsätzlich als Zuschauer zu meinen Kursen erscheinen, um sich ein Bild über den Kursort und Kursinhalt zu machen (Bitte Plastikschuhe mitbringen). Manchmal zeigt das Kind schon vom Rand aus Interesse. Überlegen Sie zu welchem Zeitpunkt ihr Kind aktiv und gut gelaunt ist. Die erste Stunde ist für alle Beteiligte die schwerste. Manche Eltern kennen noch nicht den organisatorischen Ablauf oder können die benötigte Zeit nicht richtig einschätzen. Für die Kinder sind die auf sie einwirkende neue Reize enorm, die Geräuschkulisse, die neue Räumlichkeit, andere Personen, die geringere Wassertemperatur, die Auftriebskraft des Wassers etc. Die Eltern sind manchmal nervöser und natürlich noch unsicher in den Haltetechniken. Dies kann sich auch auf das Kind übertragen.
Sie erleichtern ihrem Baby den Start, wenn sie bereits einige üVorbungenunternommen haben. Falls ihr Kind sich wirklich nicht im Wasser wohlfühlt, überlegen Sie zusammen mit der Kursleiterin, welches die Ursache sein kann. Meistens erfährt man es nach der Stunde.
4. Kann ich verpaßte Stunden nachholen? Sie haben jederzeit die Möglichkeit, an unseren Schwimmstunden teilzunehmen, da wir nicht nach Kurs sondern nach Teilnehmerstunde abrechnen. Daher ist es möglich, sich selbst die Termine abzustimmen.
5. Was ist, wenn das Baby das Chlorwasser nicht verträgt? Unser Rosenbad verfügt über Trinkwasserqualität und wird vom Gesundheitsamt regelmässig kontrolliert. Aus Hygienegründen muß dem Wasser allerdings Chlor beigesetzt werden. In wenigen Fällen treten bei Babys Chlorallergien auf (meistens wenn bereits eine Allergie im Verwandtenkreis vorliegt.) Ich empfehle allen Eltern nach dem Wasseraufenthalt das Baby abzuduschen und besonders bei trockener Haut einzucremen. Selbst Neurodermitiskinder haben schon mit viel Spaß am Babyschwimmen teilgenommen. Nur in besonders kräftigen Krankheitsschüben sollte eine Pause eingelegt werden.
6. Was ist, wenn das Baby überhaupt keinen Spaß beim Babyschwimmen hat und nur schreit? Wenn ein Baby mehr als 5 Minuten nur schreit, wird es einen trifftigen Grund dazu haben. Es ist ihre Aufgabe, zusammen mit der Kursleiterin, diesen Grund herauszubekommen. Wir wollen nicht, daß ein Baby lange schreit, das irritiert die anderen Babys und Eltern und verunsichert in erheblichen Maße die eigenen Eltern. Bevor ein Kind weint, kündigt es sich meistens über Gesten an: Stirn runzeln, ängstlicher Blick, etc. (Literaturtipp: Sirgay Sanger "Schau, ich will dir was sagen!"). Reagieren Sie möglichst schon bei diesen Anzeichen einer Unzufriedenheit, indem Sie etwas verändern, z.B. es ansprechen oder an sich nehmen. Schreit das Baby mehrere Minuten und lässt es sich durch ihre Reaktionen, Ablenkung o.a. nicht mehr beruhigen, so gehen Sie aus dem Wasser. Hat es sich wieder beruhigt und bleibt ein paar Minuten zufrieden, so können Sie es noch einmal versuchen. Ansonsten beendet man die heutige Stunde besser. Manchmal ist der Wach- oder Essensrythtmus einfach ungünstig oder das Kind "brütet etwas aus". Häufig erfahren Sie erst im Nachhinein, warum das Kind keine Lust auf das Schwimmbad hatte. Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse des Kindes, so wird die nächste Schwimmstunde besser klappen. Sollte sich auch in der zweiten Stunde nur Unbehagen beim Kind zeigen, rufen sie mich bitte an, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können. Manchmal müssen wir den Termin ändern, wenn das Baby zur vereinbarten Schwimmzeit immer hungrig oder müde ist. Es gab schon Babies die nachmittags schrien und vormittags zufrieden waren oder umgekehrt. In seltenen Fällen empfehle ich eine Pause einzulegen und ein paar Wochen später wieder einzusteigen. Manchmal kommt der Spass auch plötzlich in der 4. oder 5. Stunde und sie möchten doch weiter teilnehmen. Sprechen Sie uns an, anstatt einfach frustriert aufzugeben!
7. Können Frühgeborene auch am Babyschwimmen teilnehmen? Ja, selbstverständlich. Sie müssen beim Beginn die Wochen, die das Kind zu früh gekommen ist, in etwa bei den Lebenswochen dazu zählen. Das Kind sollte von seinem Entwicklungsstand einem Baby von etwa 6 - 8 Lebenswochen entsprechen. Gerade für Frühgeborene ist das Element Wasser eine Therapie. Manche Frühgeborene frieren schneller und müssen gerade am Anfang schon mal eher das Wasser verlassen. Sagen Sie der Kursleiterin Bescheid, sofern das Kind mehr als zwei Wochen zu früh geboren wurde, damit wir dies bei der Übungsauswahl berücksichtigen können.
8. Was muß ich zum Babyschwimmen mitbringen oder dabei beachten? Sie benötigen Badebekleidung und Handtuch oder Bademantel für sich selbst, Badeschuhe (aus Sicherheitsgründen gegen die Rutschgefahr, auch für Laufkinder), sowie ein bis zwei (Bade-)Handtücher und eine Hose für das Kind. Bei der Hose für das Baby haben Sie die Wahl zwischen einer Baumwoll- oder Frotteeunterhose, einer Schwimmwindel oder einer Badehose. Es gibt verschiedene Schwimmwindeln. Die Modelle mit Bändseln sind ungünstig, da man bei diesen mit seinen eigenen Fingern bei vielen Griffen mit den Schnüren kämpft. Besser sind Modelle mit einem Zug am Bund, den man individuell auf die Bundbreite des Kindes einstellen kann. Schwimmwindeln mit Gummihosen als Einlagen sind ungeschickt, da sie sich sehr stark aufblähen. Einmalschwimmwindeln saugen sich wie normale Windeln stark mit Wasser voll und heben einen Teil des Auftriebs durch das Element Wasser damit wieder auf. Bei Badehosen und Badeanzügen sollten sie darauf achten, dass sie am Bein nicht zu hoch angeschnitten sind (am besten ist die "Slipform"). Ein Body oder ein Badeanzug für Mädchen ist im ersten Lebensjahr ungünstiger, da der aus dem Wasser schauende Stoff dem Kind viel Wärme entzieht. Das wichtigste zur Hose ist auf jeden Fall die gute Passform, das heißt, das der Bund an der Taille und an den Beinen eng abschließen sollte! Urin ist für die heutige Wasseraufbereitung kein Problem mehr. Damit kein Stuhlgang in das Wasser gelangt ist zum einen die richtig sitzende Hose wichtig, zum anderen sollte zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schwimmtermin ein zeitlicher Abstand von etwa einer Stunde liegen. Dann ist das Geschäft entweder vorher verrichtet oder es fällt erst nach der nächsten Mahlzeit an.
Desweiteren ist zu beachten, daß im Schwimmbad- und Umkleidebereich keine Nahrungsmittel zu sich genommen werden (Vorschrift des Hygieneinstituts) und daß das Wasser erst unter Aufsicht der Kursleiterin betreten werden sollte. Ferner sollten weder die Eltern noch die Kinder Schmuck und Uhren tragen.
9. Habe ich etwas versäumt, wenn ich im laufenden Kurs beginne? Nein, jeder Teilnehmer bekommt die wichtigsten Inhalte in dem Moment erklärt, wenn er das erste Mal kommt. Da wir keinen festen Kurs anbieten, muß die Kursleitung jederzeit damit rechnen, dass jemand neu dabei ist. Manchmal wechseln sich die Partner ab oder der Vater hat mal Urlaub, so dass wir dem normalerweise nicht anwesendem Elternteil die Inhalte vermitteln. Aufgrund der kleinen Gruppengröße kann die Kursleitung sehr gut auf einzelne Eltern eingehen.
10. Bauen die Stunden oder Kurse aufeinander auf? Es gibt ein bestimmtes Repertoir an Grifftechniken, Einsatz von Schwimmhilfen und anderen Übungen. Diese werden ihnen nach und nach erklärt. Im ersten Kurs lernen die Eltern demzufolge am meisten. Es richtet sich in erster Linie am Entwicklungsstand des Kindes, wann neue Übungen gezeigt werden. Sie haben inhaltlich daher nichts versäumt, wenn Sie mal an einer Stunde verhindert sind. Die Entwicklungsstufen dauern unterschiedlich lange, so dass es auch mal vorkommen kann, dass mehrere Wochen hintereinander die gleichen Übungen für ihr Kind vorgeschlagen werden. (Literaturtipp: Hetty van de Rijt, Frans X. Plooij, Oje, ich wachse! Mosaik-Verlag).
11. Können beide Elternteile am Babyschwimmen teilnehmen? Ja, es können beide Elternteile zum Babyschwimmen kommen, aber normalerweise nur ein Elternteil mit dem Kind ins Wasser gehen. Zuviele Personen behindern auch die Überschaubarkeit für die Kursleitung. Zudem ist der Platz in unserem Becken sonst zu eng und die Lautstärke erhöht sich bei weiteren Personen. Die Eltern können sich gerne von Termin zu Termin mit ihrem Baby abwechseln. Einige Eltern, die zu zweit kommen, schätzen es, daß der zuschauende Elternteil das Baby anschließend anzieht, während das andere Elternteil sich selbst umkleidet. Sofern nicht alle Teilnehmer in ihrer Gruppe anwesend sind, habe ich nichts dagegen, wenn ein Kind mit beiden Eltern ins Wasser geht.
12 Wie kann ich mit Zwillingen teilnehmen? Am besten wäre es natürlich, wenn Mutter und Vater zum Babyschwimmen gingen. Ist es dem Vater aus Zeitgründen nicht möglich, so kann eine andere erwachsene Person, z.B. Oma, Opa, Tante, Nachbarin, Freundin oder auf Abprache auch jugendliche Geschwister mitkommen. Zwillingseltern zahlen für das zweite Kind nur den halben Beitrag. Findet sich keine weitere Begleitperson, so wäre es auch möglich, nur mit einem Kind zu kommen und das andere (oder auch weitere Geschwister) zuhause betreuen zu lassen. Sie kämen dann jede Woche abwechselnd mit den Zwillingen. Es gab auch schon die Konstellation, daß eine Zwillingsmutter mit einer Freundin und deren Kind zum Kurs kam und zwei Mütter auf drei Babys aufpassten. Dies ist bis zum Fremdelalter auch kein Problem. Wenn Sie also mit Ihren Zwillingen kommen möchten, rufen Sie mich an, wo eine Wille, da ist auch immer ein Weg!
13. Kann ich Fotos oder Videoaufnahmen beim Babyschwimmen anfertigen? Sie können gerne während des Babyschwimmens aufnehmen. Dabei bitte ich Sie aber keine Nacktaufnahmen von fremden Kindern beim Umziehen anzufertigen (vor allem beim Filmen). Möchten Sie Aufnahmen von dem tauchenden Baby anfertigen, so empfehlen wir eine Einmalunterwasserkamera welche ja heute auch nicht mehr teuer sind..
14. Muß ich ein ärtzliches Attest zum Babyschwimmen vorlegen? Nein, dies ist bei uns nicht nötig. wir gehen davon aus, dass Ihr Kind keine auffälligen Organschäden hat. Es gibt nur ganz wenige medizinische Indikationen, die gegen eine Teilnahme am Babyschwimmen sprechen. Dazu zählen offene Wunden, Mittelohrentzündung, Fieber und starke Erkältungen sowie Pilzinfektionen.
25. Bekommt das Baby nicht nach dem Schwimmen leicht eine Erkältung? Nein, Erkältungen kommen nicht von Kälte, sondern von Viren. Selbst nasse Haare führen nicht automatisch zu einer Krankheit. Kälte kann allenfalls die Immunabwehr des Körpers schwächen (siehe "Lexikon der Medizin-Irrtümer"). Babys schwitzen am meisten über den Kopf. Daher empfehle ich den Eltern, dem Kind eine Mütze erst kurz vor Verlassen des Gebäudes aufzuziehen. Für die Säuglinge ist das Babyschwimmen eine körperliche Ansprengung und sie schwitzen noch nach. Ziehen Sie Ihrem Kind zuerst die nassen Sachen aus und trocknen es ab. Sobald das Kind wieder eine Windel und einen Body an hat, sollten Sie Ihre eigene nassen Sachen aus und Wäsche anziehen. Dann bekleiden sie das Kind mit seinen üblichen Sachen ohne Anorak etc. Nachdem Sie sich angezogen haben, versorgen Sie erst das Kind mit einer Jacke oder anderen warmen Kleidungsstücken. Sonst schwitzt das Kind in der Zeit, die Sie selbst zum Anziehen benötigen. Meine Statistik seit mehr als einem Jahrzehnt zeigt mir, dass im Winter nicht mehr Teilnehmer als im Sommer fehlen. Die kleinsten Teilnehmer sind zudem auch seltener krank als die Kinder ab Krabbelalter oder mit älteren Geschwistern.
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